Runder Tisch in Waakirchen ‐ noch Chancen für eine überregionale Lösung?

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Zum runden Tisch zum Thema Verkehr hatte gestern die Gemeinde Waakirchen geladen und die Gästeliste war wahrlich prominent besetzt: Landrat von Bad Tölz‐Wolfratshausen, 3. Landrat von Miesbach, fast alle Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, die Leiter der Straßenbauämter Rosenheim und Weilheim, Abgesandte aus Bundestag, Landtag und Staatsregierung und Vertreter der aktiven Bürgerinitiativen aus dem Raum Holzkirchen und dem Raum Waakirchen ‐ einzig Vertreter der Bahn waren nicht eingeladen. Dass die Bahn Teil des Problems aber auch Teil der Lösung ist, sollte sich aber im Laufe des Abends noch zeigen…

Aber von vorne: Worum ging es?

Verkehr ist für sehr viele Menschen und Gemeinden im Oberland ein großes Thema, wie die einzelnen Bürgermeister vorstellten: Egal ob Quell‐ und Zielverkehr (Holzkirchen, Tölz, Tegernseer Tal), Durchgangsverkehr (Waakirchen, Hartpenning, Warngau) oder Berufsverkehr (alle) und natürlich die Ausflügler und Urlauberwellen (auch alle). Manche wollen

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Verkehr und brauchen ihn (Tegernseer Tal, Lenggries, …), andere haben ihn und wollen ihn nicht (Waakirchen, Warngau, Hartpenning, Kurzenberg) und wieder andere haben ihn und wissen nicht so recht, wo er herkommt und wo er hin soll (Holzkirchen). Manche bekommen neue Straßen und wollen sie (Warngau, Bad Tölz), andere wollen Straßen und bekommen Sie nicht (Waakirchen), wieder andere sollen Straßen bekommen und wollen Sie so wohl eher nicht (Holzkirchen) und noch andere stehen völlig im Regen, wenn woanders die falschen Straßen gebaut werden (Hartpenning). Verwirrt? Kein Problem.

Wie lief es ab?

1. Die Suche nach einer überregionalen Lösung

Nach Präsentation einiger Fakten durch die Aktive Bürgervereinigung Waakirchen waren die Bürgermeister und Landräte aufgerufen, ihre Probleme und Vorschläge zu präsentieren. Heraus kam die gerade beschriebene Verwirrung vor lauter Verkehrsproblemen ‐ aber zu unserer Überraschung keine Vorschläge. Also fasste sich Christoph Scholz von „Hartpenning muckt auf“ ein Herz und sprach aus, was seit Wochen hinter verschlossenen Rathaus- und Behördentüren sowie von den Bürgerinitiativen diskutiert wurde: eine gemeinsame West‐Ost Trasse zwischen Holzkirchen und Waakirchen gelegen, die B13 und B318 verbindet. Einen ähnlichen Vorschlag hatten wir der Marktgemeinde bereits im Januar unterbreitet und unterstützen ihn weiter. Der Kern der Idee: Statt 4 Umgehungsstraßen (Waakirchen, Hartpenning, Kurzenberg, Holzkirchen) für den gleichen oder ähnlichen Verkehr zu bauen, fokussieren wir uns auf eine gemeinsame Straße in der Mitte, die allen hilft. Das spart Geld, verbraucht viel weniger Fläche und könnte durch eine Landschaft gezogen werden, wo wenig/keine Menschen und Naherholungsgebiete tangiert werden. Als Stop Südumgehung schlossen wir uns diesem Vorschlag an, wobei uns wichtig ist, dass der Durchgangsverkehr dann auch wirklich über diesen einen Weg gelenkt werden muss und die Nachteile für die Betroffenen bestmöglich ausgeglichen werden. Reaktion der Politik: keine, also musste erst einmal Herr Olk vom Straßenbauamt Rosenheim ran, der in seinem Vortrag überraschenderweise auf genau diesen Vorschlag einer überregionalen Lösung einging (woher wusste er das nur?). Resultat der Ausführungen: Eine Mitteltrasse geht nicht, weil Sie Waakirchen und Holzkirchen nicht ausreichend Verkehr abnimmt. Das war uns vorher klar, da es nur etwas bringt, wenn man den Verkehr auch wirklich leitet. Also einige Nachfragen zu Möglichkeiten der Verkehrsleitung – kurze Antworten: geht nicht. Landrat Niedermeier fasste es dann so zusammen: „Sie können den Verkehr nicht zwingen längere Wege zu fahren, das geht ja schon allein wegen dem Grundgesetz nicht.“ Die Nachfrage, ob denn damit jetzt Einbahnstraßen verfassungswidrig seien, ersparten wir uns. Die Herren wollten offensichtlich nicht ernsthaft über Möglichkeiten diskutieren geschweige denn dafür kämpfen.

2. Die Holzkirchner Südumgehung

Da keiner wirklich über eine überregionale Lösung reden wollte und eh allen klar zu sein schien, dass Waakirchen eine Entlastung benötigt, richteten sich die Blicke auf Holzkirchen, Hartpenning, Kurzenberg und Lochham. Auch hierzu präsentierte Herr Olk Informationen und Fakten. Die drei wesentlichen Erkenntnisse:

  • Auch mit einer Südumgehung fahren weiterhin über 12.000 Fahrzeuge durch Tölzer- und Miesbacher Straße. Eine spürbare Entlastung, Verkehrsberuhigung etc. sind damit vom Tisch.
  • Marktplatz, Münchner Str. und der Rest des Ortes haben mit einer Südumgehung gar keine Entlastung.
  • Umgehungen von Hartpenning und Kurzenberg würden – wenn überhaupt – erst nach einer Südumgehung gebaut. D.h. der angezogene Mehrverkehr ginge auch noch durch die Orte und erstickt sie.

Auch hierzu: wenig Diskussionsbeiträge der Politik. Keiner dafür, keiner dagegen… Irgendwie war heute nicht der Abend für politische Positionierungen.

3. Die BOB

Nachdem bei den brennenden Themen die Politik offensichtlich ein Stillhalteabkommen geschlossen hatte, konnten wir zumindest beim Thema BOB etwas Diskussionsfreude wecken. Die Vorschläge: Express-BOB aus dem Tölzer-Raum und Ausweitung des MVV auf den Landkreis Miesbach wurden teilweise begrüßt. Da ein nicht unerheblicher Teil des morgendlichen und abendlichen Verkehrs in Holzkirchen durch Bahnhofspendler aus den südlichen Gemeinden verursacht wird, könnte man hiermit das Problem an der der Wurzel packen. Auch eine Beschleunigung der Strecken durch Elektrifizierung (hierfür könnte man ja das Geld für die Südumgehung benutzen) könnte konsensfähig sein.

Fazit:

Das Thema Verkehr ist für die Politik offensichtlich derzeit ein ganz heißes Eisen. Dass man deswegen aber die eigentlich gute Idee von überregionalen Lösungen vorschnell verwirft und lieber jeder nur auf seinem eigenen Grund wurschtelt ist für uns nicht akzeptabel – wir bleiben hier dran. Sollte eine gemeinsame Trasse tatsächlich nicht umsetzbar sein, zeichnen sich aber jetzt auch realisierbare Lösungen ab. Eine solche könnte sein:

  • Waakirchen bekommt eine Umgehungsstraße = Entlastung für Waakirchen + Waakirchen nimmt etwas Verkehr von Holzkirchen (Verlagerung)
  • Einführung von Express-BOB, Ausweitung des MVV, ggf. Elektrifizierung = Weniger Pendler zum Holzkirchner Bahnhof, generell steigen mehr Pendler vom Auto in den Zug.

Zusammen mit dem ohnehin schon beschlossenen Ausbau der B318 könnten diese Maßnahmen zu einer ähnlichen oder größeren Entlastung von Holzkirchen führen – ohne dass man eine Südumgehung benötigt. Wenn die Gelder und politischen Kräfte hierfür gebündelt werden, besteht eine gute Chance. Wir werden weiter daran arbeiten. An dieser Stelle vielen Dank an die Gemeinde Waakirchen für die Einberufung dieses Runden Tischs! Es wird wahrscheinlich noch einige Runden brauchen, um umsetzbare Lösungen zu erarbeiten, aber ein Anfang ist gemacht.

Was sagt die Presse?

Die Zeitungsartikel finden Sie in unserer Presseschau

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