Erster Newsletter der Bürgerinitiative Stop Südumgehung

Liebe Unterstützer der Bürgerinitiative Stop Südumgehung,

Liebe Newsletter-Abonnenten,

Arbeitsreiche Wochen liegen hinter uns: Mit intensiven Diskussionen, Protesten und Demos ist es uns gemeinsam mit Ihnen und unseren befreundeten Vereinen und Initiativen gelungen, im Februar und März Politik und Öffentlichkeit wachzurütteln. Die dann eingetretene Ruhe- und Bedenkphase haben wir genutzt für umfangreiche Recherchen, intensive Diskussionen mit Ämtern, Politikern und Vereinen sowie Anträge und Stellungnahmen. Wir sind uns mittlerweile sicher und können belegen:

  • Die Südumgehung wird den Holzkirchner Bürgern kaum Vorteile bringen und stattdessen unser Naherholungsgebiet Nr.1 zerstören. Unter dem Strich: ein Minusgeschäft für die Bürger.
  • Statt Millionen von Steuergeldern in eine Schnellschuss-Lösung Südumgehung zu stecken, ist es viel sinnvoller sich gemeinsam mit den Nachbargemeinden auf eine überregionale Lösung zu einigen und zusätzlich mit vielen kleineren Maßnahmen wirksame Verbesserungen zu erreichen. Hierzu gibt es gute Ideen!

In diesem Newsletter möchten wir Sie über folgendes informieren:

  • Rückblick: von Protesten und inhaltlicher Arbeit
  • Unterschriftenaktion: „Deine Naherholung – keine Südumgehung“. Bitte mitmachen!
  • Informationsstand am Marktplatz ab 21.06.2014
  • Runder Tisch zum Thema Verkehr in Waakirchen am 23.06.2014
  • Homepage www.stop-suedumgehung.de

Rückblick: von Protesten und inhaltlicher Arbeit

Anfang Dezember 2013 wurde uns Bürgern durch das Straßenbauamt Rosenheim und Gemeindevertreter das Scheitern der ortsfernen Südumgehung erläutert und neue „konfliktarme“ Korridore für eine ortsnahe Südumgehung und eine Westumfahrung von Großhartpenning vorgestellt. Bürgermeister Höß kündigte in diesem Zusammenhang auch einen breiten öffentlichen Dialog an, ob wir Bürger diese Straßen denn überhaupt wollen. Allerdings müsse es schnell gehen, denn im Sommer 2014 möchte das Straßenbauamt ein Votum der Gemeinden für den neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 haben. Wie Sie wissen, passierte daraufhin erst einmal nichts. Der angekündigte Dialog fand nicht statt. Erst nach Protesten (Lochham), Demo-Märschen (Holzkirchen), kilometerlangen Blechschlangen (Hartpenning) und mehreren Anträgen an die Gemeinde war auch der Politik plötzlich klar, dass diese neuen Korridore alles andere als konfliktarm sind und nicht an den Bürgern vorbei entschieden werden können. Die weitere Entscheidungsfindung und unsere Anträge wurden daraufhin vom Gemeinderat auf das Frühjahr und Sommer vertagt.

Diese politisch beschlossene Ruhephase haben wir gemeinsam mit den Vereinen Hartpenning Muckt Auf und IG Lochham für das Sammeln und Bewerten von Fakten, das Stellen von notwendigen Anträgen und intensive Diskussionen mit Politikern, Behördenvertretern und anderen Initivativen bzw. Vereinen aus der Region genutzt. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die Südumgehung bringt laut Verkehrsgutachten am Holzkirchner Marktplatz bestenfalls 25-30% Verkehrsreduzierung – und das auch nur für Abbieger von der Tölzer auf die Miesbacher Straße (und umgekehrt) an der Raiffeisenbank. Das ist nicht viel. Spürbar ist diese Reduktion auch nur im morgendlichen Berufsverkehr, da Pendler auf die A8 den Ort umfahren könnten.
  • Selbst diese Entlastung ist zweifelhaft, da:
    • wichtige Verkehrsflüsse wie etwa der Raum Waakirchen nicht betrachtet wurden. Wir gehen davon aus, dass die Südumgehung Verkehr nach Holzkirchen zieht.
    • Verschiedene Verkehrsgutachten teilweise widersprüchlich sind.
    • Bei einer weiteren Erschließung des Holzkirchner Südens (u.a. Postbräuareal, Sportzentrum Moarhölzl)neuer Verkehr auf den Marktplatz gezogen wird
  • Andere Durchgangsstraßen wie Oskar-von-Miller Platz und Münchener Straße werden nicht entlastet.
  • Eine Verkehrsberuhigung oder gar Fußgängerzone ist selbst mit einer Südumgehung überhaupt nicht denkbar.
  • Das offizielle! Verkehrskonzept des Markt Holzkirchen fasst es am besten zusammen: „Weder der Bau der Nord- und Südtangente noch die Einrichtung eines zusätzlichen P+R-Bahnhofs Holzkirchen Süd werden daher die Verkehrs- und Umweltbelastungen vermindern können“…“, so dass … im Ort spürbare Entlastungen kaum zu erwarten sein werden“

Fazit: Eine Südumgehung lässt zwar die Pendler aus dem Tölzer Raum schneller zur Autobahn kommen, den Holzkirchnern bringt sie aber keine spürbare Entlastung.

Über weitere Details werden wir in den nächsten Wochen auf dem Marktplatz und über unsere Homepage informieren.

 

Unterschriftenaktion „Deine Naherholung – keine Südumgehung“ – wir brauchen Eure Unterschriften!

Aktuell überarbeitet der Markt Holzkirchen den Flächennutzungsplan grundlegend. Erklärtes Ziel der Ortsentwicklung ist dabei weiteres schnelles Wachstum und Erschließung sowie der Bau der Südumgehung. Auch die ehemalige “Ortsentlastungsstraße” Nordumgehung wird zur Erschließungsstraße, die nun in einem Rutsch vollständig erschlossen werden soll.

Die Entlastungswirkung einer Südumgehung muss aber stark bezweifelt werden (s. voriger Bericht). Also muss es noch andere Gründe geben, warum Teile der Politik ganz begeistert speziell von der nördlichsten, ortsnahen Trasse sind: Mit einer Südumgehung könnte mit einer kleinen, zusätzlichen Erschließungsstraße ca. 50 Hektar Bauland im Süden erschlossen werden. Dabei ist die Region südlich des Kogel und im Verlauf der Thanner Str. das meist frequentierte Naherholungsgebiet der Holzkirchner und bietet neben dem Übergang in die Moränenlandschaft einen unvergleichlichen Blick auf die Alpenkette. All diese Werte sind aber im aktuellen Entwurf des Flächennutzungsplans nicht ausreichend gewürdigt oder gar nicht erwähnt – Sie sollen also keinen besonderen Schutz genießen. Gleichzeitig ist die Südumgehung erklärtes Ziel der gemeindlichen Entwicklung.

Wir dürfen diesen geplanten Ausverkauf nicht hinnehmen!

Daher haben wir im Rahmen der offiziellen Auslegung des Flächennutzungsplans eine detaillierte Stellungnahme zum Schutz des Naherholungsgebiets und zur Ablehnung der Südumgehung eingereicht. Die Stellungnahme und das Unterschriftenformular finden sie hier.

Mit Ihrer Unterschrift, können Sie ein klares Zeichen setzen für:

  • Schutz der Landschaft, Naherholung, Landwirtschaft und Ruhe
  • Kräfte bündeln für neue Verkehrskonzepte mit überregionalen Lösungen und vielen kleinen, lokalen Verbesserungen.

Bitte beteiligen Sie sich an der Unterschriftenaktion und begeistern Sie auch Freunde, Familie und Kollegen. Jede Stimme zählt!

Wenn Sie Fragen zu der Stellungnahme und der Unterschriftenaktion haben, sprechen Sie uns gerne jederzeit an. Per Mail oder Samstags auf dem Marktplatz.

 

Informationsstand am Holzkirchner Marktplatz ab Samstag, 21.06.2014

Nachdem wir die letzten Wochen für viele Recherchen und Stellungnahmen genutzt haben, sind wir uns sicher: Die Südumgehung ist der falsche Weg, um die Lebensqualität in Holzkirchen zu verbessern! Aber wie sehen das die Holzkirchner Bürger?

In den letzten Wochen haben wir bereits viel Zuspruch und Unterstützung erfahren, jetzt wollen wir im offenen Dialog mit anderen Bürgern herausfinden, ob wir richtig liegen und was andere denken und erwarten. Daher werden wir (sofern die Gemeinde es genehmigt) ab dem 20.06. auf dem Marktplatz mit einem Stand und viel Informationsmaterial hoffentlich viele spannende Diskussionen führen können. Besonders freuen wir uns, dass wir diese Aktion gemeinsam mit unseren Freunden von Hartpenning muckt auf e.V. durchführen.

Schauen Sie mal vorbei!

 

Runder Tisch zum Thema Verkehr in Waakirchen am 23.06.2014

In Waakirchen hat sich schon seit längerem eine Bürgerinitiative formiert, die sich FÜR eine Umgehungsstraße von Waakirchen einsetzt. Für Waakirchen macht auch aus unserer Sicht eine Umgehungsstraße sinn. Waakirchen hat einen noch wesentlich höheren Durchgangsverkehr als Holzkirchen. Eine Umgehung würde hier eine wirklich spürbare Entlastung bringen. Auf Antrag der Bürgerinitiative Waakirchen hat die Gemeinde Waakirchen für den 23.06. zu einem runden Tisch zum Thema Verkehr eingeladen. Teilnehmen werden die Bürgermeister der Landkreisgemeinden sowie die Landräte aus Miesbach und Bad-Tölz Wolfratshausen. Auch die aktiven Bürgerinitiativen und Vereine sind eingeladen. Wir freuen uns über diese Waakirchner Initiative sehr. Wir werden den runden Tisch natürlich nutzen, um unsere Positionen zu vertreten. Uns ist dabei besonders wichtig, dass es für die Gemeinden und Landkreise darum gehen sollte die Lebensqualität für die Bürger vor Ort zu verbessern und zu erhalten und weniger darum, wie überregionale Verkehrsströme schneller durch unser Oberland rauschen. Dazu werden wir Vorschläge unterbreiten. Vielleicht ist es ja möglich in einem Konsens die knappen Ressourcen (Geld und Land) zu bündeln und auf wenige große und viele kleine Lösungen zu verteilen, die uns wirklich helfen.

Homepage stop-suedumgehung.de

Als zentrales Kommunikationsmedium haben wir seit April unsere Homepage: stop-suedumgehung.de etabliert. Dort informieren wir fortlaufend über das aktuelle Geschehen und unsere Aktivitäten. Zusätzlich sammeln wir dort Informationen und Fakten und bereiten unsere Positionen auf. Die konstant sehr hohen Besucherzahlen haben uns selbst überrascht. Sie zeigen aber wohl, wie sehr das Thema uns Bürger bewegt.

Wir haben die Homepage bewusst so aufgebaut, dass jedermann mitdiskutieren und seine Meinung äußern kann. Wir „zensieren“ nichts. Diese Möglichkeit ist teilweise schon redlich genutzt worden und es haben sich spannende Dialoge entwickelt. Einen Link zu den Kommentaren finden Sie immer links neben den Artikeln. Klicken Sie doch mal rein und sagen Sie uns Ihre Meinung!

Sie möchten sich aktiv beteiligen? Sprechen Sie uns an! info@stop-suedumgehung.de

 

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